Kostenlose Gemeindewebsite: Was „kostenlos“ tatsächlich bedeutet

Eine neue Gemeindegründung ohne Software-Budget braucht trotzdem eine Website, noch bevor der erste öffentliche Gottesdienst stattfindet. Einen Ort, an dem Adresse, Gottesdienstzeit und ein Weg zur Kontaktaufnahme wirklich zu finden sind. Deshalb wird kostenlose Gemeindewebsite oft gesucht, und die Suche liefert vier ganz unterschiedliche Angebote, die alle dasselbe Wort benutzen.

Verwechselt man sie, bringt das entweder in der dritten Woche eine unangenehme Überraschung oder sechs Monate später einen kompletten Neuaufbau. Hier die ehrliche Version: was jede Art von „kostenlos“ wirklich bedeutet, woran Sie erkennen, welches Angebot Sie gerade vor sich haben, und was Ekklis sechs kostenlose Monate abdecken.

Die Antwort in 45 Sekunden

Kostenlose Gemeindewebsites gibt es in vier Grundformen: die kostenlose Variante eines allgemeinen Website-Baukastens, eine Testphase bei einem kirchenspezifischen Anbieter, ein werbefinanzierter Hoster und selbst gehostete Open-Source-Software. Die allgemeinen Baukästen haben den besten Editor. Die Struktur passt allerdings am wenigsten zu einer Gemeinde. Die kirchenspezifischen Anbieter liefern Predigtarchiv und Gottesdienstzeiten von Anfang an mit, verlangen aber fast immer irgendwann Geld. Ekkli gehört in die zweite Gruppe: sechs Monate kostenlos, danach ein bezahlter Tarif.

Die vier Arten, und wem sie jeweils passen

Allgemeine Website-Baukästen mit Kostenlos-Angebot

Dazu gehören Wix, WordPress.com und Ähnliches. Diese Angebote laufen zeitlich unbegrenzt weiter, mit der Subdomain und dem Erscheinungsbild des Anbieters. Die Editoren sind hervorragend, die Vorlagenauswahl groß.

Was Sie dabei nicht bekommen, ist alles Kirchenspezifische. Ein Predigtarchiv, ein Block für Gottesdienstzeiten, ein wiederkehrender Veranstaltungskalender und ein Dienstplan müssen von Hand aus generischen Bausteinen zusammengesetzt und danach dauerhaft von Hand gepflegt werden. Für eine Gemeinde, deren Website nichts weiter als ein Schaufenster sein soll, ist das ein durchaus vertretbarer Kompromiss.

Kirchenspezifische Software mit Testphase

Diese Anbieter sind für Gemeinden gebaut, sodass die Struktur schon beim ersten Klick stimmt. Gottesdienstzeiten, Predigten, Veranstaltungen und Spenden sind eigene Seitentypen, keine Bausteine, die Sie erst zusammensetzen müssen. Fast alle sind zeitlich begrenzt, dreißig Tage sind dabei üblich.

Werbefinanzierte Hoster

Sie zahlen nichts, dafür steht fremde Werbung auf Ihrer Seite. Bei Gemeinden inzwischen selten, und aus naheliegendem Grund besser zu vermeiden, denn Sie haben keine Kontrolle darüber, was neben Ihren Gottesdienstzeiten erscheint.

Selbst gehostete Open-Source-Software

Sie installieren WordPress auf eigenem Hosting oder bauen eine statische Website. Das Hosting kostet etwa 3–5 € im Monat, Lizenzkosten fallen keine an, und Sie behalten die volle Kontrolle. Niemand kann Ihnen nachträglich die Bedingungen ändern.

Der Preis dafür ist der Pflegeaufwand, also Aktualisierungen, Backups, Sicherheit und eine Person, die das alles beherrscht. Hat Ihre Gemeinde jemanden mit technischem Interesse, der auch in zwei Jahren noch dabei ist, ist das die günstigste dauerhafte Lösung, und wir weisen lieber darauf hin, als so zu tun, als gäbe es sie nicht.

Was Ekklis sechs Monate umfassen

Eine live geschaltete Website auf einer Ekkli-Subdomain, ihregemeinde.ekkli.net, mit den Seiten, die eine Gemeinde wirklich braucht, von Anfang an vorhanden statt aus Bausteinen zusammengesetzt:

  • Startseite, Über uns, Kontakt und frei gestaltbare eigene Seiten aus wiederverwendbaren Inhaltsblöcken
  • Ein öffentlicher Veranstaltungskalender mit offener Anmeldung, Wartelisten, einem abonnierbaren iCal-Feed und einem Baustein, den Sie auf einer anderen Website einbinden können
  • Ein Predigtaufnahmen-Archiv mit echtem Vor- und Zurückspulen, dazu ein Video-Archiv, das YouTube-, Vimeo- oder Rumble-Links in datenschutzfreundliche Einbettungen umwandelt
  • Neuigkeiten-Beiträge und Fotogalerien, wobei jedes Bild automatisch richtig gedreht und ins WebP-Format umgewandelt wird
  • Google Maps, Video- und Social-Feed-Einbettungen als Seitenbausteine
  • Ein spamgeschütztes Kontaktformular, das nichts in der Datenbank speichert
  • Datenschutz- und AGB-Seiten sowie ein Impressum, das für Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz automatisch vorgesehen ist
  • Genau eine Hauptüberschrift pro Seite; dafür sorgt das Layout, egal was im Editor eingestellt ist

Die Website ist kein eigenständiges Produkt neben der übrigen Plattform. Sie läuft mit denselben Daten wie Ihre Mitgliederdatenbank, Ihr Dienstplan und Ihre Ablaufpläne, sodass sich Veranstaltungskalender und Predigtarchiv von selbst füllen, sobald Sie die Software nutzen.

Wofür Sie zahlen

Zwei Dinge stehen hinter einem bezahlten Tarif, und beide kosten uns wirklich Geld. Es sind keine künstlichen Hürden:

  • Ihre eigene Domain, verknüpft und mit einer Live-DNS-Prüfung bestätigt. Der kleine Hinweis „Powered by Ekkli“ verschwindet dabei.
  • Langfristiger Medienspeicher. Ab dem Tarif Small wächst das Speicherkontingent über die 2 GB der Testphase hinaus (5 GB bei Small bis 50 GB bei Ministry). Dazu kommt ein Podcast-RSS-Feed für Ihre Predigtaufnahmen, ab Growing ohne Aufpreis.

Und nach sechs Monaten braucht die Website selbst einen Tarif. Eine dauerhaft kostenfreie Variante gibt es nicht. Das ist der Preis dafür, während der Testphase das volle Produkt zu bekommen statt einer abgespeckten Version.

Wie Sie in zwei Minuten erkennen, was Ihnen angeboten wird

  1. Ist zum Start eine Kreditkarte nötig? Wenn ja, handelt es sich um eine Testphase, egal was auf der Schaltfläche steht.
  2. Was steht in der URL? Eine Subdomain des Anbieters ist normal für ein Kostenlos-Angebot. Prüfen Sie, was der spätere Wechsel zur eigenen Domain kostet und ob sich dabei Ihre URLs ändern, denn das kann Sie Ihre Platzierung bei Google kosten.
  3. Wessen Name und Logo stehen auf der Seite? Ein kleiner Hinweis in der Fußzeile ist der übliche Preis für „kostenlos“. Werbung ist etwas anderes.
  4. Können Sie die Inhalte exportieren? Führt die Antwort über eine Anfrage beim Support, gehen Sie davon aus, dass Sie es nicht können.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Ekkli-Website wirklich kostenlos, oder läuft sie irgendwann ab?

Sie ist sechs Monate kostenlos, danach brauchen Sie einen bezahlten Tarif. Eine dauerhaft kostenfreie Variante gibt es nicht. Brauchen Sie eine Website ganz ohne laufende Kosten, ist selbst gehostetes WordPress auf günstigem Hosting die ehrliche Alternative.

Können wir während der Testphase unsere eigene Domain nutzen?

Eine eigene Domain ist ein Zusatzmodul für 9 € im Monat, ab dem Tarif Small ohne Aufpreis enthalten; die Testphase läuft daher auf einer ekkli.net-Subdomain. Sobald Sie zu einem Tarif wechseln, können Sie Ihre Domain verknüpfen, und wir übernehmen die DNS-Prüfung für Sie.

Ändern sich unsere URLs, wenn wir zu einer eigenen Domain wechseln?

Die Pfadstruktur bleibt gleich, Weiterleitungen sind also unkompliziert. Es lohnt sich trotzdem, den Wechsel zu planen, bevor sich viele eingehende Links angesammelt haben.

Brauchen wir jemanden mit technischen Kenntnissen, um die Website einzurichten?

Nein. Sie wählen eine Vorlage, legen Farben und ein Logo fest, und die kirchengerechten Seiten füllen sich automatisch mit Ihren Plattformdaten. Die meisten Gemeinden haben noch am selben Nachmittag etwas Vorzeigbares.

Was passiert mit der Website nach Ablauf der sechs Monate?

Sie wird nicht mehr öffentlich ausgeliefert, bis Sie einen Tarif wählen. Ihre Inhalte werden nicht gelöscht, und ein vollständiger Export steht Ihnen während der gesamten Testphase jederzeit zur Verfügung, ohne dass Sie den Support fragen müssten.

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