Kirchenfolien, die auf Mac und Windows identisch funktionieren

Kirchenfolien funktionieren auf Mac und Windows dann identisch, wenn die Software im Browser läuft statt als installierte App, die an ein Betriebssystem gebunden ist. Dieselben Tastenkürzel, dasselbe Layout, dieselbe Liederdatenbank, auf jedem Laptop, den ein Ehrenamtlicher zufällig besitzt. Diese eine Tatsache löst ein Problem, in das fast jedes kleine Technikteam früher oder später hineinläuft.

Hier das Szenario, das jeder kennt, der schon einmal die Technik verantwortet hat. Ein Ehrenamtlicher nutzt einen Mac, ein anderer einen alten Windows-Laptop, im Gemeindebüro steht noch der jahrealte Windows-Rechner, und ein neues Teammitglied möchte helfen, besitzt aber nur ein Chromebook. Niemand hat das so geplant. Es ist einfach das Ergebnis, wenn sich ein Dienstplan aus allen ergibt, die bereit sind zu dienen, statt aus einem einheitlichen Satz gemeindeeigener Geräte. Die gewählte Software arbeitet entweder mit dieser Realität oder kämpft jede einzelne Woche gegen sie an.

Das eigentliche Problem: Ihr Technikteam besitzt nicht dieselben Computer

Die wenigsten Gemeinden kaufen für jeden Ehrenamtlichen einen identischen Laptop. Geräte tauchen so auf wie die Ehrenamtlichen selbst, mit dem, was ohnehin schon zu Hause steht. Ein typischer Technik-Dienstplan einer kleinen bis mittelgroßen Gemeinde sieht etwa so aus:

  • Jemand aus der Lobpreisleitung, der die Liedliste unter der Woche auf einem privaten MacBook vorbereitet.
  • Ein Folien-Ehrenamtlicher mit nur einem Windows-Laptop, der die meisten Sonntage an der Technik steht.
  • Der PC im Gemeindebüro, meist ein älteres Windows-Gerät, das seit Jahren „gerade noch ausreicht“.
  • Ein neuer, jüngerer Ehrenamtlicher, der helfen möchte, aber nur ein Chromebook besitzt und keinen zweiten Computer kaufen wird, nur um auf einem Dienstplan zu stehen.

Läuft Ihre Präsentationssoftware nur auf einem dieser Betriebssysteme wirklich gut, haben Sie nicht einfach eine Software gewählt, sondern stillschweigend festgelegt, wer im Technikteam mitmachen darf. Das ist selten die Absicht, aber es ist die praktische Folge, wenn für einen von Ehrenamtlichen getragenen Dienstplan installierte, betriebssystemgebundene Software gewählt wird.

Warum ProPresenter und EasyWorship das unnötig schwer machen

Die beiden größten Namen bei Präsentationssoftware für Kirchen lösen jeweils nur die halbe Aufgabe, keiner von beiden das Ganze.

ProPresenter ist zuerst für den Mac gebaut. Es entstand für macOS, und auch wenn eine Windows-Version existiert, hinkt die Windows-Unterstützung historisch hinter der Mac-Version her. Funktionen kommen später, Arbeitsabläufe wirken wie eine Portierung zweiter Klasse statt wie echte Gleichberechtigung. Ein Team, das sich auf ProPresenter festlegt, legt sich in der Praxis auf Mac fest, auch wenn die Lizenz formal beide Systeme abdeckt.

EasyWorship läuft nur unter Windows. Eine Mac-Version gibt es überhaupt nicht. Ein Team, das sich auf EasyWorship festlegt, schließt jeden Mac-besitzenden Ehrenamtlichen von vornherein davon aus, jemals auf dem eigenen Gerät Folien zu steuern.

Zusammengenommen bleiben einem gemischten Technikteam zwei ehrliche Optionen, und keine davon ist wirklich gut:

  • Zwei verschiedene Programme kaufen und pflegen, eines für Mac, eines für Windows, damit niemand ausgeschlossen wird. Damit muss der Folien-Ehrenamtliche zwei Oberflächen lernen, die Liederdatenbank existiert an zwei Stellen, die auseinanderdriften können, und wer den Support übernimmt, muss zwei Systeme statt eines kennen.
  • Sich auf ein einziges Betriebssystem festlegen und stillschweigend willige Ehrenamtliche abweisen, die dieses Gerät nicht besitzen, oder von ihnen verlangen, sich eines zu kaufen, was einer Person, die ihren Sonntagmorgen ehrenamtlich schenkt, kaum zuzumuten ist.

Bei keiner der beiden Optionen liegt es wirklich an schlechter Software. ProPresenter und EasyWorship sind beides fähige Werkzeuge, mit denen viele Gemeinden gut fahren. Das Problem liegt in der Bauweise. Es sind installierte Desktop-Anwendungen, und installierte Desktop-Anwendungen werden jeweils für ein Betriebssystem geschrieben. Kostenlose Programme nach demselben Prinzip heben die Bindung an ein Betriebssystem zwar auf. OpenLP und FreeShow laufen beide auf Mac, Windows und Linux, verlangen aber weiterhin auf jedem einzelnen Gerät, das im Dienstplan vorkommt, eine eigene Installation, Aktualisierung und Pflege.

Die browserbasierte Lösung: eine App, jedes Gerät, dieselbe Bedienung

Die Alternative ist Software, die gar nicht erst installiert wird. Sie öffnet sich in einem Browser-Tab, auf jedem Gerät auf dieselbe Weise, weil tatsächlich überall dieselbe Web-App läuft statt einer Mac-Version und einer Windows-Version, die als zwei getrennte Codebasen gepflegt werden. Öffnen Sie den Tab auf einem MacBook, einem Windows-Laptop, dem PC im Gemeindebüro oder einem Chromebook, und Sie sehen die identische Oberfläche, weil es nur eine einzige gibt.

Was „identisch“ in der Praxis wirklich bedeutet

Das ist keine vage Marketingaussage, sondern konkret und überprüfbar:

  • Dieselben Tastenkürzel. Die Pfeiltaste, die auf dem Mac zur nächsten Folie springt, tut auf Windows genau dasselbe. Niemand muss je nach mitgebrachtem Laptop ein anderes Tastenkürzel-Schema neu lernen.
  • Dasselbe Layout. Liederdatenbank, Folieneditor und der Umschalter für die Bühnenansicht sitzen unabhängig vom Betriebssystem an derselben Stelle auf dem Bildschirm, sodass ein an einem Gerät eingearbeiteter Ehrenamtlicher sich an jedes andere setzen kann und sofort weiß, wo alles ist.
  • Dieselbe Liederdatenbank. Weil die Datenbank in der Cloud liegt und nicht in den lokalen Dateien eines Geräts, bearbeiten die Mac-Nutzerin und der Windows-Nutzer genau denselben Liedbestand, nicht zwei Versionen, die nach Monaten getrennter Änderungen stillschweigend auseinanderdriften.

Der einzige echte Unterschied: Eigenheiten von Trackpad und Maus

Ehrlicherweise gibt es eine Stelle, an der sich gemischte Geräte doch noch etwas anders anfühlen, beim physischen Klicken und Scrollen. Die Zwei-Finger-Geste auf einem Mac-Trackpad, das Trackpad-Verhalten eines Windows-Laptops und eine schlichte USB-Maus behandeln Scrollen und Rechtsklick jeweils ein wenig anders. Das ist eine Eigenheit des Eingabegeräts, kein Softwareunterschied, und sie besteht unabhängig davon, welches Präsentationswerkzeug läuft. Für einen neuen Ehrenamtlichen ist das eine Sache von fünf Minuten, keine Hürde. Alles, was am Sonntag wirklich zählt, die Tastenkürzel, die Menüs, die Liedtexte selbst, bleibt über jedes Gerät hinweg identisch.

So sieht das für ein echtes Team mit gemischten Geräten aus

Stellen Sie sich eine typische Woche vor. Die Lobpreisleitung legt die Liedliste für Sonntag am Dienstagabend auf dem eigenen Mac fest. Am Donnerstag öffnet der Folien-Ehrenamtliche, der nur einen Windows-Laptop besitzt, denselben Ablaufplan auf dem Bürocomputer, prüft die Formatierung und ergänzt die Schlüsselverse der Predigt. Am Sonntagmorgen setzt sich ein neuer Ehrenamtlicher, der die Software noch nie bedient hat, mit einem geliehenen Chromebook an die Technik und führt den Live-Gottesdienst durch, mit genau den Tastenkürzeln, die er in einer fünfminütigen Einweisung eine Woche zuvor gesehen hat, weil diese Einweisung genau so aussah wie das, was jetzt vor ihm liegt. Niemand hat eine zweite Lizenz gekauft. Niemand hat etwas neu installiert. Niemand wurde stillschweigend ausgeschlossen, nur wegen des mitgebrachten Laptops.

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Wenn Sie das allgemein gegen dedizierte Projektionswerkzeuge abwägen, finden Sie im Leitfaden zur browserbasierten Lobpreissoftware die umfassendere Begründung für den browserbasierten Weg, und unser Vergleich zur ProPresenter-Alternative zeigt gezielt, wo ProPresenter passt und wo nicht. Ist die Installation selbst der Knackpunkt für Ihr Team, lesen Sie wie Sie Liedtexte ohne Installation präsentieren.

Häufig gestellte Fragen

Läuft ProPresenter unter Windows?

Eine Windows-Version von ProPresenter gibt es, sie hinkt der Mac-Version bei Funktionsumfang und Feinschliff aber historisch hinterher, weil die Software ursprünglich für macOS entwickelt wurde. Viele Gemeinden, die ProPresenter unter Windows nutzen, berichten, dass sich die Windows-Version spürbar anders bedient als die Mac-Version, ein echter Punkt für ein Team, das nicht komplett auf Mac setzt.

Gibt es EasyWorship für Mac?

Nein. EasyWorship läuft nur unter Windows, eine native Mac-Version gibt es nicht. Eine Gemeinde mit Mac-besitzenden Ehrenamtlichen im Technikteam kann EasyWorship auf deren Geräten gar nicht ausführen.

Kann eine Gemeinde wirklich dieselbe Präsentationssoftware ohne jeden Unterschied auf Mac und Windows nutzen?

Ja, wenn die Software browserbasiert ist. Weil unabhängig vom Betriebssystem dieselbe Web-App im Browser lädt, sind Oberfläche, Tastenkürzel und Liederdatenbank auf Mac und Windows identisch. Der einzige Unterschied liegt im leicht abweichenden Verhalten des Eingabegeräts, etwa bei Trackpad-Gesten, was gar kein Softwareunterschied ist.

Was ist mit Ehrenamtlichen, die nur ein Chromebook besitzen?

Ein Chromebook kann installierte Desktop-Software wie ProPresenter oder EasyWorship überhaupt nicht ausführen. Browserbasierte Programme funktionieren auf einem Chromebook genauso wie auf einem Mac- oder Windows-Laptop, denn ein Chromebook braucht dafür nur einen aktuellen Browser.

Brauchen wir für unsere Mac- und Windows-Ehrenamtlichen getrennte Lizenzen?

Bei browserbasierter Software wie Ekkli nein. Ein einziges Konto funktioniert auf jedem Gerät, das Ihre Ehrenamtlichen mitbringen, weil es von vornherein nichts pro Gerät zu installieren oder zu lizenzieren gibt.

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Dieser Leitfaden wird vom Ekkli-Team gepflegt, das die hier beschriebene Präsentationssoftware entwickelt und betreibt. Haben Sie selbst ein Technikteam mit gemischten Geräten und eine Frage, die hier nicht beantwortet wurde? Melden Sie sich, wir helfen gerne beim Durchdenken, unabhängig davon, ob Sie sich am Ende für Ekkli entscheiden.

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