Gemeindewebsite-Design, das Besucher zum Gottesdienst bringt
Gutes Gemeindewebsite-Design hat nichts mit beeindruckenden Animationen oder einem cleveren Layout zu tun. Es geht darum, innerhalb weniger Sekunden und auf dem Handy die drei Fragen eines Erstbesuchers zu beantworten. Wann ist der Gottesdienst, wo genau ist das Gebäude, und was erwartet mich, wenn ich hineingehe? Alles andere auf der Seite zählt weniger als diese drei Antworten, alle ohne Scrollen sichtbar.
Für wen Sie eigentlich gestalten
Stellen Sie sich jemanden um 23 Uhr an einem Samstagabend vor, Handy in der Hand, der beschlossen hat, morgen vielleicht zum Gottesdienst zu gehen. Diese Person ist nervös. Sie kennt die Gepflogenheiten Ihrer Konfession nicht, kennt Ihr Gebäude nicht und weiß nicht, ob sie falsch angezogen sein wird oder ob es eine Kinderbetreuung für ihr Kleinkind gibt. Sie tippt den Namen Ihrer Gemeinde bei Google ein, klickt auf das erste Ergebnis und gibt Ihrer Startseite etwa vier Sekunden, bevor sie entweder findet, was sie braucht, oder den Tab schließt und zu Hause bleibt.
Diese Person stöbert nicht. Sie interessiert sich nicht für Ihr Leitbild, die theologische Ausbildung Ihres Pastors oder eine Diashow mit Stockfotos. Sie will drei Fakten, und zwar schnell, nämlich Gottesdienstzeit, Adresse und was passiert, wenn sie ankommt. Muss sie auf Ihrer Startseite scrollen, ein Menü durchsuchen oder raten, haben Sie einen Besucher verloren, der ohnehin schon kurz davor war, gar nicht erst nachzusehen.
Jede Gestaltungsentscheidung auf einer Gemeindewebsite sollte an diesem einen Moment gemessen werden. Nicht „Sieht das professionell aus?“, sondern „Bringt das einen ängstlichen, neugierigen Fremden zum Sonntagsgottesdienst?“
Zuerst das Handy, dann alles andere
Die meisten Besuche der Website einer kleinen Gemeinde erfolgen auf dem Handy, meist genau in dem Szenario oben, nämlich eine schnelle Suche spät am Samstag oder in der Hektik des Sonntagmorgens, um die Zeit vor dem Aufbruch noch zu bestätigen. Wurde Ihre Seite für den Desktop entworfen und dann nachträglich fürs Handy „passend gemacht“, zeigen sich die Symptome sofort. Winziger Text, den man erst heranzoomen muss, ein Navigationsmenü, das drei Klicks zum Öffnen braucht, eine Karte, die außerhalb des Bildschirms lädt, oder eine Telefonnummer, die sich nicht antippen lässt.
In der Praxis heißt das, dass Sie die Inhalte Ihrer Startseite zuerst für einen schmalen Bildschirm und einen Daumen schreiben und erst danach prüfen, ob sie auch breiter noch gut aussehen, nicht umgekehrt. Gottesdienstzeit und Adresse sollten auf einem gewöhnlichen Handybildschirm ohne Tippen oder Scrollen sichtbar sein. Wenn Sie vor Sonntag nur eine Sache an Ihrer Seite prüfen können, dann diese.
Fotos und Tonfall: echt schlägt poliert
Ein Stockfoto einer unnatürlich bunt gemischten, perfekt ausgeleuchteten Menge fremder Menschen mitten im Lobpreis sagt einem Besucher nichts Wahres über Ihre Gemeinde. Die meisten Menschen erkennen ein Stockfoto auf den ersten Blick, und das untergräbt still das Vertrauen, bevor überhaupt ein Wort gelesen wurde. Ein leicht unperfektes Foto Ihres echten Begrüßungsteams, Ihres echten Saals und Ihres echten Kinderraums schafft mehr Glaubwürdigkeit als jedes professionell inszenierte Bild, weil es die unausgesprochene Frage beantwortet. Ist das echt, und ist das wirklich das, worauf ich mich einlasse?
Dieselbe Logik gilt für Ihren Schreibstil. Gemeindewebsites, die beeindruckend klingen wollen, mit dichter Leitbildsprache, Insider-Begriffen oder einer „Über uns“-Seite, die wie ein Glaubensbekenntnis klingt, verlieren genau den Besucher, der die einfachste mögliche Begrüßung gebraucht hätte. Schreiben Sie so, wie Sie jemanden tatsächlich an der Tür begrüßen würden, warm, direkt, ohne vorausgesetztes Fachvokabular.
Barrierefreiheit, die Ihre Gemeinde wirklich braucht
Kleine und mittelgroße Gemeinden sind im Schnitt älter als der Durchschnitt der Internetnutzer, und ein guter Teil Ihrer Gemeinde und Ihrer Besucher liest Ihre Seite auf einem kleinen Handy, bei hellem Sonnenlicht oder mit nicht mehr ganz perfekten Augen. Barrierefreies Design ist hier kein Punkt, den man abhakt, sondern entscheidet, ob jemand die Gottesdienstzeit findet oder aufgibt.
- Fließtext ab 16 Pixel. Kleinerer Text ist für alle über 50 auf dem Handy wirklich schwer zu lesen, und Heranzoomen ist eine Hürde, die die meisten nicht nehmen.
- Hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund. Blassgrauer Text auf weißem Grund wirkt auf dem Monitor des Gestalters elegant und ist bei Tageslicht auf dem Handy fast unlesbar.
- Schaltflächen und Links groß genug zum Antippen. Ein Daumen braucht ein Ziel etwa in Fingerkuppengröße, kein dünnes unterstrichenes Wort zwischen zwei anderen.
- Klarer, einfacher Linktext. „Gottesdienstzeiten“ ist besser als jede clevere Menübezeichnung; ein Besucher soll nicht raten müssen, was ein Menüpunkt bedeutet.
- Alt-Text auf Ihren Fotos. Hilft Nutzern von Screenreadern und macht Ihre Bilder in der Suche auffindbar.
Eine Inhaltsstruktur, die wichtiger ist als jedes noch so aufwendige Layout
Eine verwirrende, aufwendig animierte Website verliert immer gegen eine schlichte, gut organisierte, denn Besucher belohnen nicht den Gestaltungsaufwand, sondern das Finden dessen, wofür sie gekommen sind. Die folgende Inhaltsstruktur entspricht der Reihenfolge, in der ein Besucher tatsächlich denkt, und genau in dieser Reihenfolge würden wir auch den Aufbau empfehlen.
- Startseite. Gottesdienstzeit, Adresse und ein Satz „Was Sie erwartet“, sofort sichtbar. Diese Seite muss perfekt funktionieren; alles andere ist ihr untergeordnet.
- Gottesdienstzeiten / Besuchsinfos. Die ausführlichere Version: Hinweise zu Parkplätzen und Anfahrt, die Kleiderfrage (meist „kommen Sie, wie Sie sind“), ein Wort zur Kinderbetreuung und zum Kinderprogramm und ein Foto des tatsächlichen Eingangs, damit man das Gebäude bei der Ankunft wiedererkennt.
- Predigten. Aktuelle Botschaften, leicht durchsuchbar nach Datum oder Reihe, damit jemand, dem der Sonntag gefallen hat, oder wer noch überlegt, ob er überhaupt kommt, vorab in Ihre Verkündigung hineinhören kann.
- Veranstaltungen. Was ansteht, aktuell gehalten; eine veraltete Veranstaltungsseite von vor drei Monaten signalisiert stillschweigend, dass niemand die Seite pflegt.
- Kontakt. Ein echter Name, ein echter Weg, jemanden zu erreichen, sowie noch einmal die Adresse. Lassen Sie das nicht die einzige Stelle sein, an der die Adresse steht.
Beachten Sie, was hier nicht weit oben steht: Geschichte, Konfessionserklärungen, Kurzporträts des Teams und ausführliche Theologie. Das ist für bestehende Mitglieder wichtig, nicht für den Samstagabend-Sucher. Platzieren Sie es einen Klick tiefer, nicht auf der Startseite.
Eine Checkliste, die ein Ehrenamtlicher tatsächlich abarbeiten kann
Sie müssen dafür nichts von Gestaltung verstehen. Ist Ihnen die Aufgabe zugefallen, sich um die Website zu kümmern, arbeiten Sie diese Liste der Reihe nach durch:
- Gottesdienstzeit und Adresse sind auf der Startseite ohne Scrollen sichtbar, auf dem Handy.
- Ein Satz „Was Sie erwartet“ steht weit oben, mit Kleiderfrage, Dauer des Gottesdienstes und ob Kinder willkommen sind.
- Die Startseite lädt und liest sich sauber auf dem eigenen Handy, nicht nur auf dem Laptop.
- Die Fotos sind wirklich Ihre eigenen, Ihr Gebäude, Ihre Menschen, Ihr Begrüßungsteam, keine Stockfotos.
- Der Fließtext ist mindestens 16 Pixel groß und steht auf einem wirklich kontrastreichen Hintergrund.
- Das Navigationsmenü verwendet einfache Wörter wie Gottesdienstzeiten, Predigten, Veranstaltungen und Kontakt, keine cleveren Bezeichnungen, die ein Erstbesucher erst entschlüsseln muss.
- Eine Karte oder klare Wegbeschreibung steht auf der Besuchsinfo-Seite, nicht versteckt in einem PDF oder einer separaten App.
- Predigten- und Veranstaltungsseite sind aktuell, höchstens ein paar Wochen alt.
- Jemand unter 60 und jemand über 60 haben beide ohne Hilfe versucht, die Gottesdienstzeit auf dem eigenen Handy zu finden, und es in unter zehn Sekunden geschafft.
Sechs Monate kostenlos testen
Ekklis sechsmonatige kostenlose Testphase umfasst eine Subdomain-Website, genau für diesen Zweck gebaut, mit Gottesdienstzeiten, Predigten und Veranstaltungen, von Anfang an fürs Handy gebaut. Zum Ausprobieren brauchen Sie keine Kreditkarte.
Wo ein gehosteter Website-Baukasten für Kirchen hilft
Nichts aus der Checkliste oben braucht eigenen Code oder einen professionellen Designer. Es braucht einen Website-Baukasten, der Gemeindeinhalte schon mitdenkt, mit einem Block für Gottesdienstzeiten, einem Predigtarchiv, einem Veranstaltungskalender und einer Kontaktseite, von Haus aus fürs Handy gebaut, sodass ein Ehrenamtlicher nicht gegen eine generische Vorlage ankämpfen muss.
Ekklis kostenlose Testphase umfasst sechs Monate lang eine Subdomain-Website zusammen mit Präsentation im Gottesdienst, einer Mitgliederdatenbank, Dienstplan, Push-Benachrichtigungen und Predigtaufnahmen innerhalb eines Speicherkontingents von 2 GB, für bis zu 50 Personen und ohne Kreditkarte.
Nach den sechs Monaten wächst das Speicherkontingent ab dem Tarif Small. E-Mail-Kampagnen kommen ab Growing dazu; eine eigene Domain und ein Podcast-RSS-Feed lassen sich als Zusatzmodul buchen, ab Small beziehungsweise Growing ohne Aufpreis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Wichtigste auf der Startseite einer Gemeindewebsite?
Gottesdienstzeit und Adresse, ohne Scrollen auf dem Handy sichtbar. Muss ein Erstbesucher nach einem von beidem suchen, hat das Design seine grundlegendste Aufgabe verfehlt, egal wie poliert es aussieht.
Brauche ich einen professionellen Designer für eine gute Gemeindewebsite?
Nein. Eine klare Inhaltsstruktur, echte Fotos, lesbarer Text und ein Layout, das zuerst auf dem Handy funktioniert, sind einer teuren, aber verwirrenden Seite immer überlegen. Ein Website-Baukasten, der um Gemeindeinhalte wie Gottesdienstzeiten, Predigten und Veranstaltungen herum gebaut ist, bringt einen Ehrenamtlichen fast ans Ziel, ganz ohne individuelle Gestaltungsarbeit.
Sollten wir Stockfotos verwenden, wenn wir keine guten eigenen Fotos haben?
Verwenden Sie echte Fotos, auch wenn sie nicht perfekt sind. Ein echtes Foto Ihres Gebäudes oder Begrüßungsteams schafft bei einem nervösen Erstbesucher mehr Vertrauen als ein poliertes Stockfoto fremder Menschen, das die meisten auf den ersten Blick als Stockfoto erkennen.
Wie mache ich eine Gemeindewebsite barrierefrei für eine ältere Gemeinde?
Halten Sie den Fließtext bei mindestens 16 Pixel, sorgen Sie für hohen Kontrast zwischen Text und Hintergrund, machen Sie Schaltflächen und Links groß genug zum bequemen Antippen, und verwenden Sie einfache Navigationsbezeichnungen wie „Gottesdienstzeiten“ statt cleverer Formulierungen, bei denen man raten muss.
Welche Seiten braucht eine kleine Gemeindewebsite wirklich?
Nötig sind mindestens eine Startseite mit Gottesdienstzeit und Adresse, eine ausführlichere Besuchsinfo-Seite, eine Predigtenseite, eine Veranstaltungsseite und eine Kontaktseite. Geschichte, Kurzporträts des Teams und Konfessionsdetails dürfen existieren, gehören aber tiefer in die Seite, nicht auf die Startseite.
Ist eine Gemeindewebsite in Ekklis kostenloser Testphase enthalten?
Ja, für sechs Monate. Eine Subdomain-Website gehört zu Ekklis kostenloser Testphase, zusammen mit Präsentation im Gottesdienst, einer Mitgliederdatenbank, Dienstplan, Push-Benachrichtigungen und Predigtaufnahmen innerhalb eines Speicherkontingents von 2 GB, für bis zu 50 Personen und ohne Kreditkarte. Das Personenlimit steigt dann mit jeder Stufe, von 20 über 50, 100 und 200 bis 500 Personen, und das Speicherkontingent wächst ab dem Tarif Small über die 2 GB der Testphase hinaus. E-Mail-Kampagnen gibt es ab Growing, und eine eigene Domain wie ein Podcast-RSS-Feed sind als Zusatzmodul buchbar, ab Small beziehungsweise Growing ohne Aufpreis.
Geben Sie dem Samstagabend-Sucher, was er braucht
Gottesdienstzeit, Adresse und eine echte Begrüßung, alles ohne Scrollen sichtbar. Ekklis Website ist genau dafür gebaut, zuerst fürs Handy.
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