Ablaufplan-Vorlage für den Gottesdienst: ein Ausgangspunkt für Ihren Sonntag

Eine Ablaufplan-Vorlage ist ein schriftlicher Laufzettel, der jeden Programmpunkt eines Sonntagsgottesdienstes auflistet, vom Countdown vor Beginn über das Lobpreis-Set, die Ankündigungen, die Kollekte und die Predigt bis zur Antwort und dem Abschluss, jeweils mit ungefähren Zeiten, damit niemand bei null anfangen muss. Was folgt, ist eine beispielhafte Struktur; die meisten Gemeinden passen sie deutlich an.

Ein Beispiel-Ablaufplan, Punkt für Punkt

Den einen „richtigen“ Ablaufplan gibt es nicht. Eine Baptistengemeinde, eine Pfingstgemeinde und eine charismatisch geprägte Gemeinde gestalten ihren Sonntag jeweils anders, und selbst innerhalb einer Gemeinde ändert sich die Form von Jahreszeit zu Jahreszeit. Was folgt, ist eine verbreitete Ausgangsstruktur für einen typischen evangelikalen Sonntagsgottesdienst von einer Stunde bis anderthalb Stunden. Verstehen Sie sie als Gerüst zum Bearbeiten, nicht als Skript, das exakt befolgt wird.

ProgrammpunktUngefähre DauerAnmerkungen
Countdown vor Beginn / Begrüßungsfolie5–10 Min. vor BeginnCountdown-Timer oder eine sich wiederholende Begrüßungsfolie auf der Leinwand; die Technik macht den Soundcheck; das Begrüßungsteam empfängt die ankommende Gemeinde an der Tür.
Eröffnendes Lobpreis-Set15–20 Min.Meist 2–3 Lieder; je nach Rhythmus der Gemeinde oft mit etwas Schwungvollem eröffnet und dann zu etwas Nachdenklicherem geführt, oder umgekehrt.
Begrüßung und Ankündigungen3–5 Min.Erstbesucher begrüßen, anstehende Termine nennen, den Ankündigungen ein Gesicht geben, statt eine Liste kalt vorzulesen.
Kollekte2–4 Min.Klingelbeutel oder Körbchen geht herum, Hinweis auf digitales Geben auf der Leinwand, manchmal dazu ein kurzer Bibelvers.
Predigt25–40 Min.Der eigentliche Lehrteil; dazu meist Folien oder Bibelstellen auf der Leinwand.
Antwort / Schlusslied5–10 Min.Ein einzelnes Lied, ein Gebetsdienst oder ein Aufruf nach vorn, je nach Tradition und dem Thema der Woche.
Segen und Abschluss1–2 Min.Ein Segenswort zum Schluss, danach der Übergang zu Gesprächen, Kaffee und dem Abholen der Kinder aus dem Kindergottesdienst.

Zusammengerechnet ergibt das einen recht typischen Sonntag von 60 bis 95 Minuten, je nach Länge der Predigt und wie viel Raum Lobpreis und Antwort bekommen. Keine dieser Zeiten ist in Stein gemeißelt. Eine stark charismatisch geprägte Gemeinde räumt dem Lobpreis und dem Antwortteil vielleicht über 30 Minuten ein und kürzt dafür die Predigt; eine lehrbetonte Gemeinde macht es eher umgekehrt. Aufgeschrieben wird das nicht, um eine starre Formel zu haben, sondern damit alle, die den Gottesdienst gestalten, von denselben Erwartungen an den Vormittag ausgehen.

Die Vorlage für einen normalen Sonntag anpassen

In den meisten Wochen bedeutet das Anpassen der Vorlage nur, die Details einzutragen: welche Lieder gesungen werden, wer predigt, was angekündigt wird und wer im Dienstplan für Begrüßung und Technik steht. Die Grundform bleibt weitgehend gleich, und viele Gemeinden kopieren einfach das Dokument der Vorwoche und bearbeiten es, statt neu zu beginnen. Genau deshalb zählt eine einzige, gepflegte gemeinsame Version mehr als eine perfekte.

Besondere Gottesdienste brauchen zusätzliche Programmpunkte, kein eigenes Dokument

Manche Sonntage passen nicht in die Standardform, und die Vorlage braucht dann echte Ergänzungen statt nur neue Zeiten für dieselben Blöcke:

  • Taufen. Meist nach dem eröffnenden Lobpreis-Set oder kurz vor der Predigt eingefügt, mit zusätzlicher Zeit für Zeugnisse, einen Kleidungswechsel und oft ein eigenes Lied. Planen Sie 15 bis 25 zusätzliche Minuten ein, und informieren Sie die Technik vorab, wenn ein Taufbecken oder Pool im Spiel ist, da dafür meist ein eigener Kamerawinkel oder ein eigenes Mikrofon nötig ist.
  • Abendmahl. Meist während oder direkt nach der Antwort eingeplant, mit zusätzlicher Vorbereitungszeit vor dem Gottesdienst (Brot und Kelch vorbereiten, das Abendmahlsteam einweisen) und ein paar zusätzlichen Minuten im Laufzettel, dazu ein Hinweis, ob am Platz ausgeteilt wird oder die Gemeinde nach vorn kommt.
  • Gastprediger. Meist mit längerer Begrüßung und Vorstellung sowie einer kurzen Einweisung in die übliche Predigtlänge Ihrer Gemeinde und in alles, was der Gast mitbringt: eigene Folien, vielleicht einen Dolmetscher, ein bestimmtes Format für seine Notizen. Oft weicht dabei auch der Antwortteil leicht ab, wenn der Gast einen anderen Abschluss gewohnt ist als Ihr eigenes Predigtteam.
  • Abendmahl, Taufe und Gastprediger am selben Sonntag. Kommt rund um Ostern, Jubiläen oder Missionssonntage öfter vor, als man denkt. In diesem Fall lohnt es sich meist, den Laufzettel neu zu bauen, statt drei einzelne Vorlagen zusammenzustückeln, mit realistischen Zeiten, die gegen die tatsächliche Länge des Gottesdienstes geprüft wurden.

In jedem dieser Fälle liegt die Lösung nicht in einem separaten System für „besondere“ Gottesdienste, sondern im selben Ablaufplan-Dokument mit zusätzlichen Zeilen, sodass Technik und Begrüßungsteam dieselben Ergänzungen lesen wie alle anderen auch.

Den fertigen Ablaufplan mit dem ganzen Team teilen, nicht in fünf Versionen

Am häufigsten scheitert nicht ein schlecht geplanter Ablauf, sondern ein gut geplanter, der nie alle Beteiligten in derselben Form erreicht. Der Lobpreisleiter baut die Liedliste in einer App, die Ankündigungen werden in eine E-Mail getippt, die Technik bekommt einen ausgedruckten Zettel von letzter Woche mit handschriftlichen Korrekturen, und das Begrüßungsteam sieht überhaupt kein Dokument, sondern hört nur mündlich „wie immer, nur dass wir heute Gäste haben“. Am Sonntagmorgen arbeiten vier Personen dann mit vier leicht unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie der Gottesdienst laufen wird.

Ein gemeinsamer Ablaufplan, ein einziges Dokument, das Lobpreisleiter, Technik und Begrüßungsteam gleichzeitig im aktuellen Stand sehen, schließt genau diese Lücke. Alle blicken auf dieselbe Liste der Programmpunkte, dieselben ungefähren Zeiten und dieselben kurzfristigen Notizen, statt auf fünf unterschiedliche Interpretationen eines Gesprächs vom letzten Dienstag.

Warum ein gemeinsamer, laufend aktualisierter Plan besser ist als ein ausgedrucktes Blatt

Ein ausgedruckter Ablaufplan stimmt in dem Moment, in dem er gedruckt wird, und wird danach stetig ungenauer. Der Gastprediger bestätigt am Donnerstag eine andere Ankunftszeit, ein Lied wird am Freitag getauscht, weil es besser zum Predigtthema passt, und der Ausdruck im Ordner an der Technik zeigt trotzdem noch den alten Plan, denn eine Papierversion zu aktualisieren bedeutet, sie neu zu drucken und physisch in jede Hand zu legen, was bei einer Änderung mitten in der Woche fast nie passiert.

Bei einem gemeinsamen Plan gibt es genau eine Version, die alle direkt lesen, statt eines Originals mit mehreren veralteten Kopien. Bearbeitet der Lobpreisleiter die Liedliste am Freitag, sieht die Technik dieselbe Änderung, nicht ein separates Dokument, das erst noch aktualisiert werden müsste. Deshalb hält ein gemeinsamer Plan meist besser stand, wenn es am Sonntagmorgen wirklich darauf ankommt, als das sorgfältigste ausgedruckte Blatt: Er ist per Definition aktuell, weil es ja nur die eine Version gibt.

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es den einen richtigen Ablaufplan für eine evangelikale Gemeinde?

Nein. Die Struktur oben ist eine verbreitete Ausgangsform, aber Gemeinden variieren sie stark. Manche verbringen deutlich mehr Zeit im Lobpreis, manche beginnen mit den Ankündigungen, manche legen die Kollekte ganz ans Ende. Nutzen Sie eine Vorlage als Ausgangspunkt und passen Sie sie dann daran an, wie Ihre Gemeinde tatsächlich funktioniert.

Wie lang sollte das eröffnende Lobpreis-Set sein?

Die meisten kleineren bis mittelgroßen Gemeinden liegen bei 15 bis 20 Minuten über 2 bis 3 Lieder, wobei das je nach Prägung schwankt. Stärker charismatisch oder pfingstlich geprägte Gemeinden dehnen es oft aus, lehrbetonte Gemeinden kürzen es eher, um mehr Raum für die Predigt zu schaffen.

Wie weit im Voraus sollte der Ablaufplan feststehen?

Die Wochenmitte, Mittwoch oder Donnerstag, als Zielmarke gibt Lobpreisleiter, Technik und Begrüßungsteam genug Zeit zur Vorbereitung und lässt trotzdem noch Raum für späte Änderungen wie eine andere Ankunftszeit des Gastpredigers oder ein getauschtes Lied, die im gemeinsamen Dokument aktualisiert werden, statt am Sonntag für Verwirrung zu sorgen.

Wie füge ich eine Taufe oder ein Abendmahl ein, ohne den ganzen Zeitplan zu sprengen?

Behandeln Sie es als eigenen Programmpunkt mit einer realistischen Zeitschätzung (bei einer Taufe meist 15 bis 25 Minuten, beim Abendmahl weniger), statt davon auszugehen, dass es schon in einen bestehenden Block „passt“. Passen Sie danach die umliegenden Programmpunkte an, damit der Gottesdienst insgesamt bei einer angemessenen Länge bleibt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Ablaufplan und einem Laufzettel?

In vielen Gemeinden meinen beide Begriffe dasselbe: die zeitlich getaktete Liste der Programmpunkte. Wo unterschieden wird, ist der Ablaufplan die Reihenfolge des Gottesdienstes und der Laufzettel die Fassung für die Technik, mit Stichworten für Folienwechsel, Mikrofone und Kamera.

Bietet Ekkli eine Möglichkeit, den Ablaufplan mit meinem Team zu teilen?

Die sechsmonatige kostenlose Testphase von Ekkli umfasst die Präsentation im Gottesdienst, eine Subdomain-Website, die Mitgliederdatenbank, Dienstplan und Einsatzplanung, Push-Benachrichtigungen sowie das Hosting von Predigtaufnahmen innerhalb eines Speicherkontingents von 2 GB, für bis zu 50 Personen und ohne Kreditkarte. Das Speicherkontingent wächst ab dem Tarif Small; E-Mail-Kampagnen kommen ab dem Tarif Growing dazu, eine eigene Domain und ein Podcast-Feed sind als Zusatzmodule buchbar, ab Small beziehungsweise Growing ohne Aufpreis enthalten.

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