Bibelverse während des Gottesdienstes auf die Leinwand projizieren
Um einen Bibelvers auf die Leinwand zu bringen, tippen Sie die Stelle ein, Buch, Kapitel, Vers. Die Software holt den Text aus der gewählten Übersetzung, formatiert ihn für den Bildschirm und legt ihn in den Ablaufplan. Niemand muss die Worte jede Woche abtippen und dabei mitten in der Predigt einen Tippfehler riskieren. Dieser Leitfaden zeigt, wie sich das sauber einrichten lässt, mit der Wahl der Übersetzung, dem Ablauf für Predigtverse und der Lesbarkeit aus der Entfernung.
Wer schon einmal zugesehen hat, wie an der Technik jemand hektisch Philipper 4,6-7 abtippt, während der Pastor gedanklich schon drei Verse weiter ist, weiß genau, warum das wichtig ist. Bibelstellen im Gottesdienst gut darzustellen ist nicht kompliziert, braucht aber ein System: eine feste Übersetzung, eine schnelle Möglichkeit, Stellen auf den Bildschirm zu bringen, und eine Formatierung, die auch ein Siebzigjähriger in der letzten Reihe tatsächlich lesen kann. Dieser Leitfaden behandelt alle drei Punkte. Außerdem geht es darum, wie sich Predigtverse in die Planung der ganzen Woche einfügen, statt zur Hetze am Sonntagmorgen zu werden.
Warum manuelles Abtippen von Versen keine Dauerlösung ist
Jede Woche einen Bibeltext von Hand in eine Folie zu tippen gehört zu den häufigsten und am leichtesten vermeidbaren Zeitfressern an der Technik in der Gemeinde. Es ist langsam, fehleranfällig, und es funktioniert nicht mehr, sobald der Pastor den Predigttext am Samstagabend noch ändert. Die Lösung ist Präsentationssoftware mit eingebauter Bibelstellensuche. Sie tippen Johannes 3,16 oder Römer 8,28-30 ein, und die Software holt den genauen Text aus der gewählten Übersetzung, formatiert ihn zu einer oder mehreren Folien und legt ihn in den Ablaufplan, ohne Abtippen, ohne das Kopieren aus einer Bibel-App in ein Textfeld, bei dem die Formatierung ohnehin durcheinandergerät.
Vor allem unter Druck macht sich das bemerkbar. Eine Predigt, die länger dauert, ein Pastor, der mitten in der Botschaft spontan noch einen Vers ergänzt, oder eine Stelle, die anders vorgelesen wird als geplant, all das gehört an einem echten Sonntag zum Alltag, und eine schnelle Stellensuche entscheidet, ob die Anzeige mit dem gesprochenen Wort mithält oder dahinter zurückfällt.
Eine Bibelübersetzung wählen und dabei bleiben
Bevor die Formatierung überhaupt eine Rolle spielt, legen Sie die Standardübersetzung Ihrer Gemeinde für die Anzeige fest und nutzen Sie sie konsequent, Woche für Woche, unabhängig davon, aus welcher Übersetzung ein einzelner Pastor oder ein Gastprediger persönlich am liebsten predigt. Wichtiger als die konkrete Übersetzung ist die Konsistenz, aus ein paar praktischen Gründen.
- Die Gemeinde kann leichter mitlesen, wenn der Text auf dem Bildschirm immer mit dem übereinstimmt, was in der eigenen Bibel oder App steht, statt einmal die Schlachter 2000 und beim nächsten Mal die Elberfelder zu zeigen.
- Ehrenamtliche müssen nicht mehr raten. Ist die Frage „Welche Übersetzung nehmen wir?“ einmal geklärt und keine wöchentliche Entscheidung mehr, kann, wer die Folien baut, schneller und sicherer arbeiten.
- Beim Mitlesen gibt es weniger Verwirrung. Sagt der Pastor „Lesen Sie mit mir Vers 9“, sollte auf der Leinwand dasselbe stehen wie in den Bibeln im Saal.
Die meisten evangelikalen, Pfingst- und konfessionell ungebundenen Gemeinden in Europa greifen für die Bildschirmanzeige standardmäßig auf Übersetzungen wie die Schlachter 2000, die Elberfelder oder die Neues-Leben-Übersetzung zurück, mit einer zweiten Übersetzung für einzelne Lehrtexte. Was auch immer Sie wählen, klären Sie zuerst, welche Übersetzungen die von Ihnen eingesetzte Software überhaupt mitbringt; das unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter erheblich. Legen Sie die Entscheidung dann einmal als Voreinstellung fest, damit sie nicht jede Woche neu getroffen wird und niemand aus Versehen die falsche erwischt.
Praktisch ist außerdem zu wissen, dass die meisten modernen deutschen Bibelübersetzungen weiterhin unter Urheberrecht stehen. Ein oder zwei Verse während eines Gottesdienstes auf dem Bildschirm zu zeigen, ist üblich und risikoarm, aber größere Textmengen zu verwenden oder übersetzten Text an anderer Stelle zu veröffentlichen, etwa in einem gedruckten Gemeindeblatt oder einem öffentlichen Website-Archiv, kann je nach Übersetzung und Umfang eigene lizenzrechtliche Fragen aufwerfen. Nutzt Ihre Gemeinde eines von beidem in größerem Umfang, lohnt sich eine kurze Rückfrage beim Verlag der Übersetzung.
Predigtverse im Voraus liefern, statt live danach zu suchen
Es gibt zwei Wege, wie Predigtverse auf den Bildschirm kommen, und nur einer davon hält dem echten Druck eines Sonntagmorgens stand.
Der reaktive Weg: Der Pastor nennt eine Stelle mitten in der Predigt, und wer gerade an der Technik sitzt, muss sie hastig eintippen und auf den Bildschirm bringen, bevor der Moment vorbei ist. Das funktioniert gelegentlich. Es scheitert in dem Moment, in dem der Pastor schneller liest, als die Person an der Technik tippen kann, einen Buchnamen falsch ausspricht oder zu einem Vers springt, mit dem niemand gerechnet hat.
Der geplante Weg: Der Pastor liefert die vollständige Liste der Predigtstellen Anfang der Woche, Dienstag oder Mittwoch reicht völlig, und die Person an der Technik baut jede Vers-Folie im Voraus als Teil des Ablaufplans der Woche, in der richtigen Reihenfolge, auf Tippfehler geprüft und startklar, genau wie ein Lied. Die Live-Suche wird dann zur Absicherung für die seltene Spontanstelle, nicht zur Hauptmethode für die zentralen Verse der Predigt.
Der geplante Weg gibt dem Pastor außerdem die Möglichkeit, die Verse selbst vor Sonntag zu prüfen und einen Tippfehler in der Stelle zu erkennen. Er kann sehen, ob die Übersetzung an dieser Stelle so klingt wie beabsichtigt, und entscheiden, ob ein langer Vers auf zwei Folien aufgeteilt werden muss. Dieses Gegenlesen fällt weg, wenn Verse live unter Druck getippt werden.
Bibeltext so formatieren, dass er aus der Entfernung lesbar bleibt
Ein Vers, der auf dem Laptop-Bildschirm perfekt aussieht, kann von der letzten Reihe eines Saals aus unlesbar sein. Ein paar Regeln bewähren sich immer wieder.
- Ein Gedanke pro Folie, nicht eine feste Verszahl pro Folie. Ein kurzer Vers kann sich eine Folie mit dem Nachbarvers teilen; ein langer Vers, etwa Römer 8,28-30, muss meist auf zwei Folien verteilt werden, mit einem Bruch an einer natürlichen Pause statt mitten im Satz.
- Große, kontrastreiche Schrift. Heller Text auf dunklem Grund, oder konsequent umgekehrt, liest sich unter typischer Saalbeleuchtung am besten; vermeiden Sie unruhige Hintergrundbilder direkt hinter dem Text.
- Die Stelle angeben, ohne sie dominieren zu lassen. Buch, Kapitel und Vers sollten sichtbar sein, meist kleiner und immer an derselben Stelle, in der unteren Ecke oder unter dem Text, damit man sie in der eigenen Bibel wiederfindet, ohne dass sie mit dem Vers selbst um Aufmerksamkeit konkurriert.
- Zeilenumbrüche natürlich setzen. Brechen Sie Zeilen dort um, wo man beim Lesen von selbst eine Pause macht, nicht dort, wo das Textfeld zufällig umbricht; das ist einer der größten, oft übersehenen Vorteile echter Versformatierung gegenüber einem simplen Textfeld.
- Von der letzten Reihe aus testen. Stellen Sie sich vor dem ersten Sonntag mit neuer Software tatsächlich hinten in den Raum und prüfen Sie, ob eine echte Vers-Folie wirklich lesbar ist, nicht nur „technisch angezeigt“.
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Gemeindeleinwand und Bühnenansicht: derselbe Vers, zwei Zwecke
Die meisten Gemeinden, die für ihr Lobpreisteam eine Bühnenansicht einsetzen, merken schnell, dass Predigtverse dort ebenso hingehören wie Liedtexte. Die Leinwand für die Gemeinde zeigt den Vers, formatiert zum Mitlesen; die Bühnenansicht kann dieselbe Stelle dem Pastor oder dem, der gerade vorliest, zeigen, in einer Größe und Position für den schnellen Blick statt fürs Lesen aus der Ferne, manchmal mit einem Hinweis darauf, was im Ablaufplan als Nächstes kommt. Software, die Bibelverse als vollwertigen Folientyp behandelt statt als nachträglich angeflanschtes Textfeld, übernimmt diese Aufteilung automatisch, sodass eine einzige Vers-Folie beide Ausgaben korrekt bedient, ohne zusätzlichen Aufwand.
Wie sich das in die Ablaufplanung insgesamt einfügt
Die Versanzeige ist keine eigene Aufgabe neben dem restlichen Ablaufplan, sondern nur ein weiterer Folientyp in derselben Reihenfolge wie Liedliste und Ankündigungen. Am besten funktioniert es, wenn ein Ablauf den ganzen Sonntag als einen einzigen, unter der Woche gebauten Plan behandelt. Die Lobpreisleitung legt die Liedliste fest, die Technik holt Lieder aus der Datenbank, die Predigtverse kommen aus der Liste des Pastors, und das Ganze wird vor Türöffnung noch einmal durchgesehen. Vers-Folien, die in genau diesem Plan liegen, statt in einer eigenen „Predigtfolien“-Datei, die jemand anderes in letzter Minute zusammengestellt hat, gehen deutlich seltener verloren oder geraten am Tag selbst aus dem Takt.
Häufig gestellte Fragen
Wie bekomme ich einen Bibelvers auf die Gemeindeleinwand, ohne ihn abzutippen?
Nutzen Sie Präsentationssoftware mit eingebauter Bibelstellensuche. Tippen Sie die Stelle ein, zum Beispiel Psalm 23,1-3, und die Software holt den Verstext aus der gewählten Übersetzung und formatiert ihn automatisch als Folie, bereit für den Ablaufplan.
Welche Bibelübersetzung sollte eine Gemeinde für die Bildschirmanzeige nutzen?
Legen Sie eine feste Standardübersetzung fest und bleiben Sie dabei, unter evangelikalen, Pfingst- und konfessionell ungebundenen Gemeinden meist die Schlachter 2000, die Elberfelder oder Neues Leben, damit der Text auf dem Bildschirm immer zu dem passt, was die meisten in der Gemeinde in ihrer eigenen Bibel oder App haben. Welche dieser Übersetzungen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt von der eingesetzten Software ab; prüfen Sie das, bevor Sie sich festlegen.
Sollte der Pastor Predigtverse im Voraus schicken, oder sucht die Technik sie live?
Wenn möglich im Voraus. Liegt die vollständige Liste der Stellen bis Dienstag oder Mittwoch vor, kann die Person an der Technik jede Vers-Folie vor dem Gottesdienst bauen und gegenlesen, in der richtigen Reihenfolge, mit genug Zeit für den Pastor, den Wortlaut zu prüfen. Die Live-Suche sollte die Absicherung für die seltene Spontanstelle sein, nicht die Hauptmethode.
Wie sollten Bibelverse formatiert sein, damit man sie von hinten im Raum lesen kann?
Große, kontrastreiche Schrift, ein klarer Gedanke pro Folie mit langen Versen auf zwei Folien verteilt an einer natürlichen Pause, eine sichtbare, aber nicht dominierende Stellenangabe, und Zeilenumbrüche, die natürlichen Lesepausen folgen statt einem automatischen Textfeld-Umbruch.
Kann derselbe Vers auf der Gemeindeleinwand und in der Bühnenansicht unterschiedlich aussehen?
Ja. Software, die Bibelverse als eigenen Folientyp behandelt, kann aus derselben Folie eine für die Gemeinde formatierte Version auf der Hauptleinwand und eine kompakte, bühnengerechte Version auf der Bühnenansicht anzeigen, ohne sie zweimal zu bauen.
Gibt es eine kostenlose Möglichkeit, Bibelverse für eine kleine Gemeinde auf dem Bildschirm anzuzeigen?
Ja. Ekklis sechsmonatige kostenlose Testphase umfasst das Präsentationssystem mit Bibelstellensuche und Formatierung, dazu eine Website auf einer Subdomain, eine Mitgliederdatenbank, Dienstplan und Einsatzplanung, Push-Benachrichtigungen und das Hosting von Predigtaufnahmen innerhalb eines Speicherkontingents von 2 GB, für bis zu 50 Personen, ohne Kreditkarte.
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Diese Seite wird vom Ekkli-Team gepflegt, das das hier beschriebene Präsentationssystem entwickelt. Haben Sie eine Frage zur Versanzeige oder zu Predigtfolien, die hier nicht vorkommt? Melden Sie sich, wir helfen gerne, ganz gleich, ob Sie am Ende Ekkli nutzen oder nicht.
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